Runde 4

Segelflug-Bundesliga startet wieder für den Aero-Club Nastätten

Später als gewohnt startete die Segelflug-Bundesliga, in der die 30 besten Segelflugvereine Deutschlands gegeneinander antreten, in diesem Jahr für die Piloten des Aero-Club Nastätten. Auch der Segelflugsport wurde durch die Schließung der Sportstätten zum Erliegen gebracht und somit konnte der Saisonstart erst Ende April unter strengen Auflagen beginnen. Da dies nicht in allen Bundesländern der Fall war konnte ein fairer, bundesweiter Ligabetrieb erst Ende Mai gestartet werden.

In den ersten drei Runden konnte der Aero-Club lediglich einen soliden Platz im Mittelfeld der Tabelle sichern, bevor am vergangenen Wochenende, in Runde vier, zum ersten Mal eine Platzierung unter den ersten zehn gelang.

Drei Flüge mit einer möglichst schnellen Durschnittgeschwindigkeit über ein Zeitfenster von zweieinhalb Stunden braucht es für die Wertung.

Dies gelang Holger Back, auswärts in Bruchsal gestartet, mit seinem Flugzeug vom Typ LS8 am besten. Er konnte durch ausnutzen, der für Aufwinde besonders guten Regionen, wie dem Schwarzwald und der schwäbischen Alb, eine Geschwindigkeit von 111 km/h erzielen. Eine nahezu identische Geschwindigkeit konnte der Junior Moritz Althaus von Nastätten auf dem Flugzeug LS 10 aus erfliegen. Seine Route führte ihn am Taunus entlang nach Gießen und auf dem Rückweg noch bis über den Rhein in den Hunsrück. In nur zweieinhalb Stunden konnten beide jeweils 280 Kilometer zurücklegen.
Vervollständigt wurde die Mannschaft durch Michael Schmitt, der in dem vorgegebenen Zeitfenster mit dem Flugzeug LS 4 WL eine Geschwindigkeit von 101 km/h erreichte, seinen Flug aber aufgrund der guten Bedingungen auf fast acht Stunden ausgedehnt hat. Seine Route führte ihn durch Hunsrück, Taunus, Rhön, Sauerland und Westerwald bevor er schließlich am Abend wieder in Nastätten landete.

Dank des guten Wetters in unserer Region konnte also am Sonntag, dem längsten Tag des Jahres, Rundenplatz neun erflogen werden. In der Gesamttabelle liegt der Aero-Club aktuell auf Platz 17. Bei neun ausstehenden Runden gibt es noch ausreichend Gelegenheit diese Platzierung zu verbessern.

Bild1: Fliegen in der Corona-Zeit, Foto Carolin Fuhr

Bild2: Ready for Takeoff, Foto Carolin Fuhr