Erfolgreiches Streckenflug-Trainingslager | Burg Feuerstein 2020

Vom 18. bis 25. Juli haben sich wieder einige unserer Mitglieder in Richtung Franken zum Flugplatz Burg Feuerstein (EDQE) aufgemacht. Dort fand dieses Jahr wieder das Streckenflug-Trainingslager mit insgesamt 25 Flugzeugen aus Vereinen in Rheinland-Pfalz statt.

Nachdem im letzten Jahr ein paar Tage aufgrund schlechten Wetters mit Theorieunterricht gefüllt wurden, stellte 2020 das Ganze wettertechnisch in den Schatten: An allen Tagen konnte geflogen werden und es wurden insgesamt über 50.000 km Strecke zurückgelegt.

Das Trainingslager, was vom Förderverein Streckensegelflug Rheinland-Pfalz ausgerichtet wird, trägt auch die Handschrift vom ACN: Unser Cheffluglehrer Peter Fabian organisierte zusammen mit der Hilfe anderer Trainer dieses Training und war ständig im Einsatz. Auch wettertechnisch konnte Nastätten mit Alfred Perlich einen erfahrenen Mann für das Wetterbriefing beisteuern.

Aus Nastätten waren neben Peter Fabian mit Ralf Thaenert in unserer DG-1000T auch Alfred Perlich (DG-200), Nils Weidmann (LS3) und Wilhelm Westerburg (LS4) angereist.

Morgens wurden die Piloten vor Ort mit einem Frühstück und einem ausführlichen Briefing versorgt: Dabei konnten die Piloten sich abwechselnd in die Themengebiete Wetter, Sicher- heit und Startaufstellung einbringen.

Während Ihrer Flüge konnten die Piloten dann im Teamflug ihre Fähigkeiten verbessern: In unterschiedlichen Teams aus meist drei Flugzeugen jeweils mit einem erfahrenen Trainer wurden große Strecken geplant und zurückgelegt. Der Teamflug hat dabei große Vorteile: Im Flug lassen sich tragende Linien mit mehreren Flugzeugen leichter finden und auch die Suche nach Thermik in niedriger Höhe ist im Team schneller zu bewältigen. Die Trainer können ausserdem den Piloten direktes Feedback zu ihrem Flugstil geben.

Die Teams durchflogen dabei nicht nur die umliegenden Gebiete wie das Fichtelgebirge, sondern konnten auch Flüge über den Thüringer Wald, das Erzgebirge, den Bayerischen Wald, in die hessische Rhön oder auch Abstecher in die Tschechische Republik durchführen.

Bei diesen Flügen wurden dann auch gezielt Flugtaktik und z.B. die korrekte Planung und Berechnung des Endanflugs trainiert, um so schneller und damit weiter fliegen zu können.

Bei größeren Strecken bleiben natürlich auch Aussenlandungen und Flugzeugschlepps am Abend von einem fremden Flugplatz aus nicht aus.

Abends wurden die Teilnehmer wieder vor Ort mit italienisch-fränkischer Küche versorgt.

Krönender Abschluss dieses Trainings war eine kleine Wettbewerbsaufgabe: Bei mäßigen Bedingungen wurde ein 136 km Dreieck ausgeschrieben, was zu einem beliebigen Zeitpunkt während des Tages so schnell wie möglich absolviert werden sollte. Durch eine ausführliche Analyse mit dem gemeinsamenVergleich der Flugwege und -geschwindigkeiten konnte jeder Teilnehmer seine eigenen Schwachstellen erkennen und einen Einblick in das Fliegen unter Wettbewerbsbedingungen erhalten.

Für die Teilnehmer steht fest: 2021 geht es zurück nach Burg Feuerstein!

Das Streckenflug-Trainingslager wird vom Förderverein Streckensegelflug Rheinland-Pfalz ausgerichtet. Der Förderverein vergibt zudem Förderflugzeuge an aufstrebende Piloten.

Text: Ralf Thaenert, Fotos: Norbert Peters, Harald Weber, Frank Steege, Ralf Thaenert