Vorletzte Runde: ACN-Piloten behalten ihre Aufstiegschancen

Mit einem spektakulären 2. Platz in der 2. Segelflugbundesliga bewahrt sich der Aero-Club Nastätten (ACN) die Aufstiegschancen für die 1. Liga. Am nächsten Wochenende wird die letzte Runde der Segelflugbundesliga ausgetragen und durch eine Platzierung unter den Top 5 könnten die Pilotinnen und Piloten des ACN nächste Saison wieder erstklassig fliegen. Derzeit stehen sie auf dem 4. Platz – Die Spannung steigt vor der letzten Runde.

Erreicht wurde das ausgezeichnete Rundenergebnis an diesem Wochenende mit vier Flügen. Der 25-jährige Moritz Althaus flog am Samstag knapp 800 km einmal rund um Frankfurt. Das große geflogene Viereck führte ihn bis zur Wasserkuppe, dann nach Irsingen und Bruchsal und über Bad Sobernheim zurück nach Nastätten. Hierbei erreichte er eine famose Durchschnittsgeschwindigkeit von 155 km/h im Wertungszeitraum von zwei Stunden. Der erfolgreiche Wettbewerbspilot Holger Back ist gemeinsam mit Ilka Elster-Back im Vereinsdoppelsitzer mit 20 m Spannweite über 700 km geflogen. Sie nutzten das gute Wetter wie Moritz Althaus auch, um einmal rund um den Luftraum des Frankfurter Flughafens zu fliegen. Nach der Wende nördlich der Wasserkuppe erreichten sie im Geradeausflug im zweistündigen Wertungsfenster die schnelle Geschwindigkeit von 136 km/h, ehe sie über Ludwigshafen-Dannstadt und Bad Sobernheim zurück ins Blaue Ländchen flogen.

Auch das erfahrene Streckenflugduo Martin Fuhr und Uli Leukel lieferte am Sonntag mit ihrer Durchschnittsgeschwindigkeit von 153 km/h und ihrer zurückgelegten Strecke von 671 km wiederholt eine starke Leistung ab. Ihr Flug führte sie bis nach Bad Hersfeld, Bamberg und in die Nähe von Dortmund. Den letzten Bundesligaflug steuerte der erfahrene Streckenpilot Jens-Christian Henke mit seiner DG-808 bei. Nach dem Eigenstart flog er den Taunuskamm entlang. Auch er drehte nördlich der Wasserkuppe, wendete bei Rothenburg/Tauber und flog danach über Mannheim und den Hunsrück nach über 724 km heim.

Wie an jedem Wochenende mit vielversprechendem Wetter starteten weitere Pilotinnen und Piloten zu tollen Flügen. Der Taunussteiner Jochen Back flog mit dem 70 Jahre alten Oldtimer Doppelraab über 80 km nach Riedelbach ehe er aufgrund der Kälte in luftiger Höhe heimkehrte. Ebenfalls mit einem vereinseigenen Segelflugzeug in Holzbauweise flog die 19-jährige Kim Perlich ganze 180 km bis nach Gießen und zurück. Viele Streckenflieger starteten bereits in den Morgenstunden, während Michael Schmitt erst am Mittag zu seinem Flug aufbrach. Im Vereinsflieger LS-4 flog er dennoch mehr als 500 km mit einem Schnitt von knapp 100 km/h.

Am Sonntag wurde am Boden neben dem Flugbetrieb die Hüpfburg aufgebaut. So konnten sich die Kinder der Vereinsmitglieder sowie alle weiteren motivierten Jugendlichen vor dem Grillabend noch einmal ordentlich austoben. Eine Gruppe Jugendlicher führte es am Abend auch noch zu „Rhein in Flammen“ nach Koblenz. Nach einer Woche Fliegerlager ist somit Halbzeit erreicht und wir blicken gespannt auf die kommende Woche und das nächste Wochenende, welches den Abschluss der diesjährigen Bundesliga Saison darstellt und somit noch ein letztes Mal Höchstleistungen von unseren Streckenflugpiloten verlangen wird – wir drücken beide Daumen!

 

Jochen Back vor dem Oldtimer Doppelraab
Foto: Marco Oswald
Kim Perlich nach ihrem Streckenflug
Foto: Marco Oswald
Martin Fuhr & Uli Leukel im großen Doppelsitzer
Foto: Marco Oswald
Fliegen über dem Rhein
Foto: Holger Back

Bundesliga Runde 16