Top 3 an diesem Bundesliga-Wochenende & Start des Sommerlagers

Nach diesem Wochenende gibt es allen Grund zum Jubeln: Die Piloten des Aero-Club Nastätten haben sich einen hervorragenden 3. Platz in der aktuellen Runde erkämpft. Damit sind die Segelflieger aus dem Blauen Ländchen in der 2. Bundesliga insgesamt schon auf den 8. Tabellenplatz vorgerückt – Der Aufstieg in die 1. Liga liegt zum Greifen nah. Mit einer Platzierung auf den ersten fünf Rängen könnte der Aero-Club wieder in die 1. Liga zurückkehren: Die kommenden drei Runden sind dafür entscheidend.

An diesem schwül-warmen Wochenende war für Samstag sehr gutes Streckenflugwetter vorhergesagt, sodass schon am Vorabend mit der Planung der Flüge begonnen wurde. Martin Fuhr und sein Co-Pilot Ralf Thaenert flogen gemeinsam im Doppelsitzer eine Strecke von mehr als 770 km, welche sie über den Hunsrück, Pirmasens, sowie Schwäbisch Hall bis südwestlich von Nürnberg brachte, von wo aus sie schlussendlich über die gleiche Strecke zurück ins Blaue Ländchen flogen. Dabei erreichten sie im zweistündigen Wertungsfenster eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 135 km/h. Solche hohen Schnittgeschwindigkeiten sind nur möglich, wenn während des Fluges tragende Linien in der Luft gefunden werden, sodass schnell Geradeaus geflogen werden kann. Jens-Christian Henke brach an diesem Tag nach Frankreich auf: Sein Flug führte ihn durch den Hunsrück und in südöstliche Richtung bis er bei Langres in Frankreich wendete und eine ähnliche Strecke zurückflog. Nach mehr als 730 km kam er wieder sicher am Heimatfluglatz in Nastätten an. Der erfahrene Streckenflugpilot Jochen Back erreichte auf seinem Flug am Samstag darüber hinaus eine zu wertende Durchschnittsgeschwindigkeit von 115 km/h.

Am Sonntag flog der Junior Felix Ries gemeinsam mit dem erfahrenen Streckenflugpilot und Fluglehrer Moritz Althaus im Vereinsdoppelsitzer eine Strecke von 565 km. Die beiden nutzen ein schmales Wetterfenster und flogen ähnlich wie Henke am Vortag bis weit nach Frankreich hinein – genauer bis nach Epinal-Dogneville. Von dort aus ging es gerade rechtzeitig auf gleichem Weg zurück in Richtung Heimat, bevor die Thermik gegen Abend schwächer wurde. Solche (Aus-)Flüge sind dank der hohen Wertungsgeschwindigkeiten und der weiten zurückgelegten Strecken nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Erfolg der Runde für den Verein, sondern für die Piloten auch ein fliegerisches Highlight! Von Nastätten aus nach Südosten bis weit nach Frankreich zu fliegen, ist eine seltene Chance und war eine neue – und direkt sehr gelungene – Erfahrung für die Piloten.

Mitten in der Ferienzeit beginnt am Flugplatz Nastätten außerdem das alljährliche Fliegerlager! Über mehrere Wochen wird nicht nur am Wochenende geflogen, sondern auch unter der Woche die Zeit zum Fliegen und Urlaub machen genutzt. In der jetzigen Woche ist die Jugendgruppe des LSV Bad Neuenahr-Ahrweiler zu Gast in Nastätten. Nachdem das gemeinsame Event letztes Jahr so gut funktioniert hat, sind die Jugendlichen und ihre Fluglehrer diesen Sommer gerne wieder ins Blaue Ländchen gereist. Der Junior und Nastätter‘ Pilot Jannik Back und Philipp Blank vom LSV Bad Neuenahr-Ahrweiler flogen am Sonntag direkt mehr als 380 km zusammen und weihten das diesjährige Sommerlager gebührend ein. Die kommenden Wochen vereinen bei hoffentlich sommerlichem Wetter das Segelfliegen mit gemeinsamem Campen, Kochen und Essen am Flugplatz sowie dem ein oder anderen Schwimmbad-Besuch oder Ausflug zum Kanufahren auf der Lahn. Ferien zu Hause sind damit für die Jugendlichen und Erwachsenen im Verein fest eingeplant!

 

Jannik Back (AC Nastätten) & Philipp Blank (LSV Bad Neuenahr) vor ihrem Streckenflug
Foto: Carolin Fuhr
Hoch über Frankreich
Foto: Felix Ries
Der Taunusrücken in all seiner Pracht
Foto: Jens-Christian Henke
Im großen Flieger über dem Land
Foto: Ralf Thaenert

Bundesliga Runde 14