Perfekter Start in die Bundesligasaison 2016
Von den 30 Erstliga-Vereinen landet der ACN in der ersten Runde auf Platz 5 und erzielt dabei hervorragende 16 Rundenpunkte!

ButzbachDie Segelflugbundesliga gibt es seit dem Jahr 2007. Der ACN kann insgesamt auf sehr erfreuliche Ligaerfolge zurückblicken. Denn nach vier Jahren in der Zweitliga gelang für das Jahr 2011 der Aufstieg in die Erstliga. Dort konnte sich der Flugverein des Blauen Ländchens weitere vier Jahre behaupten. Die großartigen Flugleistungen der Saison 2015 ermöglichten schnell den Wiederaufstieg in die 1. Segelflugbundesliga. Die vier Jahre in der ersten Liga haben aber klar aufgezeigt, dass die Anforderungen in der 1. Segelflugbundesliga deutlich höher sind als in der 2. Segelflugbundesliga. Umso mehr freut die Pilotinnen und Piloten der sehr gelungene Auftakt am vergangenen Wochenende.

Hier zum Saisonstart in Kürze die Spielregeln der 1. und 2. Segelflugbundesliga: Es gibt 30 Ligavereine und 19 Runden. Die erste Runde wird am dritten April-Wochenende ausgetragen. Pro Verein und pro Runde werden die drei schnellsten Rundengeschwindigkeiten addiert. Die Rundengeschwindigkeit eines Ligafluges ergibt sich aus der schnellsten Reisegeschwindigkeit in einem 2,5-Stunden Zeitfenster multipliziert mit dem Handicap-Faktor des Segelflugzeuges, der vom Veranstalter festgelegt wird. Es dürfen maximal vier Schenkel geflogen werden. Der schnellste Verein kassiert 20 Rundenpunkte, der zweitschnellste 19 und so weiter. Die langsamsten zehn Vereine müssen sich also mit einem Rundenpunkt zufrieden geben. Bleiben die Hallentore eines Vereins zu oder gelingt es dem Verein nicht, die Mindestwertung von 40 km/h zu überwinden, dann gibt es null Punkte.

Jochen und Thomas vor der DG 1001 TurboNur wenigen Vereinen gelangen am Samstag Wertungsflüge. Das lag am regnerischen und sehr windigen Wetter. Vier Ligavereine nutzten den Hangaufwind am Wesergebirge für schnelle Flüge. Jochen Back und Moritz Althaus starteten nach dem Durchzug eines ausgedehnten Regengebietes auf dem Segelfluggelände Nastätten. Mangels brauchbarer Aufwinde gelang es ihnen jedoch nicht, in der Luft zu bleiben. Moritz fliegt diese Saison das Förderflugzeug der Segelflugkommission des Luftsportverbandes Rheinland-Pfalz. Weil er nicht nur im vergangenen Jahr großes fliegerisches Talent bewies, darf er die „Juliett Oscar“, eine LS8 mit 18 m Spannweite, dieses Jahr so viel fliegen, wie er möchte.

Am Sonntag teilte ein imaginärer Schrägstrich das Wetter über Deutschland in eine sehr gute nordwestliche und eine sehr magere südöstliche Hälfte. Zum Glück lag der Startort Nastätten knapp in der guten Hälfte. Die Vereine im Südosten hatten das Nachsehen und mussten eine Nullrunde akzeptieren. Am Ende des Wochenendes fand sich nur genau die Hälfte der Erstligisten in der Tabelle wieder.

Martin und Uli vor der ASH 25 MIJochen Back mit Co-Pilot Thomas Paulsen erzielte eine hervorragende Rundengeschwindigkeit von 110,2 km/h auf dem Vereinsdoppelsitzer „Yankee Hotel“. Auf ihrem ersten Bundesliga-Schenkel flogen sie die DG-1001T (20 m Spannweite) bis nach Aachen. Dort mussten sie wegen Schneeschauern umkehren. Im Bereich des Nordrandes der Eifel und mit dem Wind im Rücken ging es schnell zurück ins Blaue Ländchen. Die Einladung einer Aufwindreihung in Richtung Bonn wurde gerne angenommen: Ohne einen einzigen Kreis glitten sie 43 Kilometer weit in diese Richtung. Erneut mit dem Wind im Rücken ging es mit einer sagenhaften Reisegeschwindigkeit von 157 km/h zurück nach Nastätten.

Martin Fuhr mit Co-Pilot Uli Leukel steuerte den großen Doppelsitzer „Delta“ auf dem ersten Bundesligaschenkel ebenfalls nördlich der Eifel. Mit dem Wind im Rücken ging es auf den nächsten beiden Schenkeln bis nach Ober Mörlen. Unweit der A3 nördlich von Bad Camberg endete das 2,5-stündige Wertungsfenster. Mit der ASH25Mi (26,5 m Spannweite) erreichten sie eine Wertungsgeschwindigkeit von 101,0 km/h.

Peter Fabian vor dem StartDas Bundesliga-Team der 1. Runde komplettierte Peter Fabian auf der LS4 „Hotel Papa“ (15 m Spannweite). Auch er graste zunächst die Aufwinde am Nordrand der Eifel ab, bevor es auf dem zweiten Schenkel zurück nach Nastätten ging. Deutlich später als die „Yankee Hotel“ nutze er die Wolkenaufreihung in Richtung Bonn für einen dritten und vierten Schenkel. Seine Rundengeschwindigkeit betrug 94,4 km/h.

Mit einer Gesamtrundengeschwindigkeit von 305,6 km/h positioniert sich der ACN klar im oberen Bereich der Tabelle. So kann die Saison gerne weitergehen.

Runde 1 – Perfekter Saisonstart 2016