Der ACN wieder unter den ‚Top Ten‘

In enger Thermik muss man steil kreisen. Sehr gute Steigwerte waren selten. Freundliche Fliegerkameraden auf dem Flugplatz Nidda.
Rückschlepp nach Nastätten. Blick in Richtung Frankfurt. Der Rhein in der Abendsonne.

Hervorragende 16 Rundenpunkte konnte der Aero Club Nastätten in der 5. Runde erfliegen. In der Tabelle ging es wieder einen deutlichen Sprung nach oben auf Rang 9.

Ungewöhnlich ist, dass die Startflugplätze der drei schnellsten ACN-Flüge weit auseinander lagen. Als am Sonnabend schon eine dichte Wolkendecke über Nastätten lag und das aufwindfreie Wetter intensiv für die Ausbildung der Flugschüler genutzt wurde, konnte am letzten Wertungstag des Hahnweide-Wettbewerbs bei Stuttgart noch einmal schnell geflogen werden. Am Sonntag versprachen weiße Kumuluswolken am Heimatflugplatz hohe Schnittgeschwindigkeiten. Die Thermik war jedoch verblüffend schwierig zu finden. Ein Team musste sogar eine ungewollte Kaffee- und Kuchenpause auf dem Flugplatz Nidda einlegen, der 82 km von Nastätten entfernt liegt. Sie wurden von einem Motorflugzeug zurückgeschleppt.

Holger Back startete am Sonntag in Bruchsal auf seiner LS10 „Seven One“ (18 m Spannweite) zum schnellsten ACN-Flug der 5. Runde. Er flog mit nordöstlichem Kurs bis zum Thüringer Wald. Über 260 km von Bruchsal entfernt lag der Wendepunkt seines 93,0 km/h schnellen Ligafluges.

Der zweitschnellste (88,8 km/h) und der drittschnellste (87,8 km/h) Flug wurde auf dem großen Doppelsitzer „Delta“ von Typ ASH25Mi erzielt. Nach dem Rücktransport im langen Anhänger vom Wettbewerb bei Stuttgart wurde der Segler mit 26,5 m Spannweite am Sonntagmorgen wieder aufgerüstet. Michael Schmitt und Martin Fuhr flogen zunächst über den Kämmen des Sonnwaldes und Hunsrücks. Sie wendeten bei Idar Oberstein. Mit dem Wind im Rücken ging es mit einer Reisegeschwindigkeit von über 110 km/h bis nach Gießen. Auf dem Rückflug nach Nastätten ließ die Thermik immer mehr nach, so dass in der Nähe von Braunfels der Motor des eigenstartfähigen Segelflugzeuges gestartet werden sollte. Dabei gab es jedoch Probleme und da die Höhe zu gering war, um den nächsten Flugplatz im Gleitflug zu erreichen, musste in einem Getreidefeld gelandet werden.

Am Vortag startete Martin Fuhr mit Co-Pilot Peter Fabian zur letzten Wertungsrunde des Hahnweide Wettbewerbs. Die Wendepunkte ihrer 340 km großen Aufgabe waren Plettenberg auf der Schwäbischen Alp und Monheim, das östlich vom Nördlinger Ries liegt. Start und Ende des optimalen 2,5-stündigen Bundesligazeitfensters werden von einem Computer ausgerechnet, auf dem auch die Bundesligaplattform untergebracht ist.

Die Summe der drei schnellsten ACN-Flüge ergibt 269,68 km/h – das fünfbeste Ergebnis der 5. Runde. Somit wurden 16 Punkte dem Rundenkonto gutgeschrieben. In der Tabelle verbessert sich der Segelflugverein um fünf Zähler auf Platz 9. Nicht nur die Pilotinnen und Piloten des Blauen Ländchens warten auf ein stabiles Sommerhoch. Doch leider schaut es auch für das kommende Wochenende nicht danach aus.

Runde 5