Nur ein Trostpunkt für den ACN

Die LS4 des ACN. Auf diesem Flugzeugtyp erzielte Thomas Paulsen den zweitschnellsten Wertungsflug.

 

 

 

Trotz eines Auswärtsspielers muss der Aero Club Nastätten eine schwache 4. Runde verbuchen. Dabei rutscht der Verein in der Tabelle ganze neun Zähler auf den 14. Platz ab.

Das Wochenendwetter war erneut zweigeteilt. Über dem Blauen Ländchen ließ der Wettergott nur am Sonntag Wertungsflüge zu. Mit einem Auswärtsspieler an der Schwäbischen Alb und fünf Piloten am Heimatgelände war der Verein eigentlich gut aufgestellt. Die Summe der drei besten Wertungsgeschwindigkeiten war jedoch nicht hoch genug, um im Feld der 30 Bundesligavereine wieder vorne dabei zu sein.

Martin Fuhr nimmt momentan mit seinem großen Doppelsitzer „Delta“ am internationalen Hahnweidewettbewerb am Rand der Schwäbischen Alb teil. Mit seinem Co-Piloten Peter Fabian konnte er während einer über 500 km großen Wettbewerbsaufgabe im Bundesligazeitfenster eine gute Rundengeschwindigkeit von 86,9 km/h erzielen. Die erste Wende lag bei Donaueschingen und die zweite – fast 260 km entfernt – nördlich von Ingolstadt.

Thomas Paulsen, der 2. Vorsitzende des Aero Club Nastätten, erzielte auf seiner LS4 mit 73,9 km/h den zweitschnellsten Wertungsflug. Er bewies, dass man sich gar nicht weit vom blauen Ländchen entfernen muss, um eine gute Rundengeschwindigkeit zu erzielen. Seine Wenden lagen bei Weilburg, nördlich von Neuwied und bei Rheinböllen.

Der Wiesbadener Harald Emrich komplettierte das Bundesligateam der 4. Runde. Auch er entfernte sich nicht so weit wie sonst üblich vom Heimatflugplatz. Er wendete vor dem Soonwald, flog in den Westerwald und bis zum Vogelsberg. Auf seiner LS8 war er 70,4 km/h schnell.

Eine hohe Schwankungsbreite während der ersten Bundesligarunden ist nicht unüblich. Daher sollte das aktuelle, deutliche Abrutschen des ACN vom 5. auf den 14. Tabellenrang nicht überbewertet werden. Leider wird auch für das kommende Wochenende kein homogen gutes Segelflugwetter vorhergesagt.

Runde 4