Der ACN springt auf den 5. Tabellenplatz
 

 

In der 3. Runde standen eine Pilotin und sieben Piloten in Nastätten am Start. Am schnellsten war aber ein Auswärtsspieler auf einem Wettbewerb in der Oberlausitz.
Der Wetterbericht machte keine Hoffnung auf Wertungsflüge am Sonntag. Daher musste bereits am Samstag der Sack zugemacht werden. Und dies gelang mit einer sehr guten Beteiligung der Pilotinnen und Piloten des Blauen Ländchens. Eine aufziehende Front erschwerte die Rückkehr nach Nastätten. Im Süden der Republik sorgte Dauerregen für Überschwemmungen. Die Hallentore von 10 Zweitliga-Vereinen mussten geschlossen bleiben. Im Osten waren die Segelflugbedingungen störungsfrei mit sehr guter Thermik. Sie konnten von Jochen Back für einen sehr schnellen Ligaflug genutzt werden, der zurzeit am Wettbewerb „Klix 2015“ teilnimmt.

 

Mit Co-Pilot Torsten Besser startete Back auf dem Leistungsdoppelsitzer „Yankee Hotel“ des Vereins. Der Segler vom Typ DG-1001T hat 20 m Spannweite und eine Heimkehrhilfe. Das Triebwerk darf jedoch momentan nicht genutzt werden, weil es aufgrund eines technischen Problems eine entsprechende Anweisung des Herstellers gibt. Es gelten nämlich für Segelflugzeuge die gleichen hohen Sicherheitsstandards für die kommerzielle Luftfahrt. Am Samstag galt es in der Doppelsitzerklasse, ein über 500 km großes Dreieck möglichst schnell zu umfliegen. Während des 2,5-stündigen Bundesligazeitfensters erzielte das Nastätter Team eine Reisegeschwindigkeit von 120,9 km/h. Das ergab nach Anwendung des Handicap-Faktors eine hervorragende Rundengeschwindigkeit von 112,5 km/h.

 

Von Nastätten aus gelang Malte Bernhardt auf seiner Antares 20m der schnellste Ligaflug. Er konnte nach dem umweltfreundlichen Eigenstart mit Elektromotor problemlos bis zur Basis der Wolken steigen und war bis Montabaur flott unterwegs. Der gute Startsprint wurde jedoch jäh durch einen breiten Abschnitt thermisch toter Luft gebremst. Südlich von Breitscheid war Bernhardt nur noch 200 Meter über Grund und er musste eine halbe Stunde lang um das Obenbleiben kämpfen. Ab Hirzenhain beschreibt er den Flug nur noch als puren Genuss. Die Wolkenbasis stieg auf über 2.200 Meter über dem Meeresspiegel an und es konnte eine hohe Reisegeschwindigkeit erzielt werden. 30 Kilometer vor Paderborn und 150 Kilometer von Nastätten entfernt die Wende zum Rückflug über Koblenz. Unter den großflächigen Wolkenschirmen stieg es entgegen den Vorhersagen immer noch erstaunlich gut, so dass Bernhardt im Ligazeitfenster eine Rundengeschwindigkeit von 85,6 km/h erreichen konnte.

ACN-Segelflugreferent Peter Fabian schaffte es erneut auf seiner DG-800B „Juliett Delta“ (18 m Spannweite) in das Bundesliga-Rundentrio. Sein Flugweg führte ihn am Edersee vorbei auf die Höhe von Kassel. Über das Sauerland flog er mit Südkurs zurück nach Nastätten. Da die dichter werdende Bewölkung kaum noch Sonnenstrahlen durchließ und die Thermik abschnürte, langte die Höhe nicht mehr für den Endanflug. Nur wenige Minuten musste er den Motor seines eigenstartfähigen Segelflugzeuges in Betrieb nehmen, um den Heimatflugplatz zu erreichen.

In den ersten drei Runden reüssierte der Aero Club Nastätten mit sehr konstanten Leistungen, die den Verein vom 10. auf den 5. Tabellenplatz katapultierten. Der Verein hat gezeigt, dass seine Piloten auch mit schwierigen Wetterbedingungen bestens umgehen können.

Runde 3