Guter Saisonstart für den ACN

Cumuluswolken weit über dem Meeresspiegel Max Karl und Michael Schmitt (v.l.n.r.) hat der Flug ganz offenbar viel Spaß gemacht Segelflugreferent Peter Fabian
Skiort Winterberg im hohen Sauerland Flug zurück nach Nastätten Uli Leukel und Martin Fuhr (v.l.n.r.) nach der Landung

Von den 30 Zweitliga-Vereinen landet der ACN in der ersten Runde auf Platz 10 und erzielt dabei sehr erfreuliche 11 Rundenpunkte.
Der Start der Segelflugbundesliga fiel auf eines der bisher schönsten Wochenenden in diesem Jahr mit strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Nachdem sich der Aero Club Nastätten vier Jahre lang in der 1. Segelflugbundesliga halten konnte, fliegt der Verein jetzt wieder in der 2. Segelflugbundesliga. So können die Regeln kurz dargestellt werden: Es werden pro Ligaverein die jeweils drei schnellsten Rundengeschwindigkeiten addiert. Dabei wird pro Flug die schnellste Reisegeschwindigkeit in einem 2,5-Stunden Zeitfenster mit dem Handicap-Faktor des Segelflugzeuges multipliziert. Der schnellste Verein kassiert 20 Punkte, der zweitschnellste 19 Punkte und so weiter. Die langsamsten 10 Vereine müssen sich also mit maximal einem Rundenpunkt zufrieden geben.

Der Nastätter Dr. Malte Bernhardt legte eine Rundengeschwindigkeit von 103,4 km/h auf seiner Antares 20E vor. Dieses ungewöhnliche Segelflugzeug mit 20 m Spannweite startet umweltfreundlich und leise mit einem starken Elektromotor. Eine Akkuladung ermöglicht Steigphasen von in Summe 3.000 Höhenmetern. Antriebslos flog er unter wunderschönen Cumuluswolken zunächst gegen den Nordostwind bis zum Edersee. Auf dem 170 km langen Rückenwindschenkel bis in den Soonwald erzielte er eine Reisegeschwindigkeit von 129 km/h.

Der ACN-Segelflugreferent Peter Fabian war mit einer Rundengeschwindigkeit von 99,9 km/h auf seiner LS 4 „Hotel Papa“ am zweitschnellsten in der Luft. In seinem Segler mit 15 m Spannweite flog er ebenfalls zunächst gegen den frischen Nordostwind bis an den Nordrand des Sauerlands. Nach der Wende ging es mit dem Wind im Rücken über 100 km/h schnell zurück ins Blaue Ländchen.

Das Bundesligateam der 1. Runde komplettierten Uli Leukel mit Co-Pilot Martin Fuhr. Sie steuerten ihre ASH25Mi „Delta“ mit einer Spannweite von 26,5 m weit über die Berge des Sauerlands. Von dort ging es mit dem Rückenwindturbo bis an die französische Grenze. Ihre Rundengeschwindigkeit betrug 97,5 km/h.

Weitere sieben ACN-Piloten genossen die hervorragende Fernsicht und die gute Thermik. Die Summe der drei Schnellsten betrug 300,79 km/h, so dass sich der ACN den 10. Platz sichern und sehr erfreuliche 11 Rundenpunkte kassieren konnte.

Für den Aero Club Nastätten ist jedoch nicht nur der Leistungsflug ein Thema. Seit Bestehen des Vereins bildet der Segelflugverein jedes Jahr Pilotinnen und Piloten aus. Das erste Ziel für jeden „Fußgänger“ ist der erste Alleinflug, der – entsprechendes Engagement vorausgesetzt – bereits im ersten Jahr möglich ist. Das nächste Ziel ist die Segelfluglizenz, die auch die Mitnahme von Gästen im Doppelsitzer erlaubt. Für das weitere Training stehen allen aktiven Mitgliedern hochmoderne Vereinssegelflugzeuge zur Verfügung. Es sind aber nicht allein weite Strecken- und schnelle Bundesligaflüge, die den Segelflugsport so attraktiv machen. Ein zweistündiger Genussflug mit einem Oldtimer in Flugplatznähe begeistert genauso wie ein aufregender Kunstflug mit Loopings, Turns und Rollen.

Während der Schnuppertage vom 01. – 03. Mai besteht die Gelegenheit, den faszinierenden Segelflugsport und den Aero Club Nastätten näher kennenzulernen.

Runde 1