Der ACN kämpft gegen den Abstieg

Wieder nur ein Anerkennungspunkt in der 13. Runde

Der diesjährige Sommeranfang beweist, dass die Siebenschläfer-Regel nicht immer stimmt. Wieder lag am Wochenende ein ausgedehntes Hochdruckgebiet über Mitteleuropa, das dem Süden Deutschlands die besten Aufwinde für schnelle Bundesligaflüge bescherte. Obwohl der Aero-Club Nastätten am Sonnabend 10 Flüge und am Sonntag 3 Flüge oberhalb der Mindestwertungsgeschwindigkeit von 40 km/h einreichen konnte, waren die drei schnellsten Flüge in Summe nicht schnell genug, um sich gegen die starke Konkurrenz durchzusetzen.

Wieder führte Holger Back das ACN-Bundesliga-Team der 13. Runde an. Er startete in Bruchsal bei Karlsruhe und hatte daher eine nicht ganz so weite „Anreise“, um in den thermikstarken Osten der Republik zu gelangen. Auf seiner LS 10 „Seven One“ (18 m Spannweite) erzielte er eine sehr gute Rundengeschwindigkeit von 101,2 km/h. Mit Nordost-Kurs flog er bis zum Thüringer Wald, da sich die Wolken in dieser Richtung aufgereiht hatten. Von dort ging es direkt zurück nach Bruchsal. Back genoss einen interessanten und abwechslungsreichen Flug über dem Rheintal, dem Odenwald, der Mainschleife, der Rhön und dem Thüringer Wald.

Marcus Diehl erzielte mit 92,1 km/h die zweitschnellste Rundengeschwindigkeit auf seiner ASW20 „Lima Eight“ (15 m Spannweite). Auch er erlebte eine schöne, vielfältige Landschaft auf seinem Flug, der ihn in einer über 500 km großen Runde um den Flughafen Frankfurt führte.

Mit 87,4 km/h etwas langsamer unterwegs waren Klaus Doubek mit Co-Pilot Martin Fuhr. Sie flogen von Nastätten aus zum nordwestlichen Ende des Thüringer Waldes. Auf ihrem Weg dorthin verbesserten sich kontinuierlich die Flugsicht, die Höhe der Cumuluswolken sowie die Stärke der Thermik. Mit Blick auf Eisenach schlugen sie einen Südost-Kurs ein, um über der Hauptgräte des Thüringer Waldes bis nach Kronach zu fliegen. Auch auf dem Rückweg nach Eisenach waren sie mit der ASH25Mi „Delta“ (25,6 m Spannweite) schnell unterwegs.

Da der 25. Rundenplatz wieder nur einen Anerkennungspunkt einbrachte, rutscht der Verein in der Tabelle in das letzte Tabellendrittel ab. Der 21. Tabellenplatz ist nur noch zwei Plätze von der Abstiegszone entfernt. Nach der 19. Runde steigen nämlich die letzten sieben Vereine in die 2. Segelflugbundesliga ab. Die Motivation im Verein ist unverändert hoch und die Pilotinnen und Piloten werden alles versuchen, um dem Abstieg zu entgehen.

Text: Jens-Christian Henke

Runde 13