Back-Brüder vorne

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Photo: ACN

Trotz zwei Punkten in der 12. Runde rutscht der ACN auf den 20. Tabellenplatz ab

Endlich erfreute am vergangenen Wochenende ein ausgedehntes Hochdruckgebiet Mitteleuropa mit angenehmen Temperaturen und viel Sonnenschein. Die segelfliegenden Erstligisten konnten an beiden Tagen zu Bundesligaflügen antreten. Da bis zum nächsten Sonnabend das alljährliche Streckenflug-Trainingslager des Luftsportverbandes Rheinland-Pfalz stattfindet, startete fast die Hälfte der 14 Ligapiloten auf dem Flugplatz Bad Sobernheim. Am Sonnabend markierten über dem Blauen Ländchen Cumuluswolken das Ende der Aufwindschläuche. Am Sonntag gab es diese Hilfe nördlich vom Taunus nicht, was das Aufspüren der Thermik erschwerte. Trotzdem gelang der schnellste Flug des Aero Club Nastätten am Sonntag.

Erneut flog Holger Back allen Vereinskameraden davon. Ihm gelang auf seiner LS 10 „Seven One“ mit 18 m Spannweite der Flug zu einer langen Wolkenaufreihung, die über dem Hunsrück begann und ihn schnell bis zur französischen Grenze trug. Dort wendete er und flog ohne einen einzigen Kreis eine Strecke von 70 km im Delphinflug nach Idar-Oberstein zurück. Ein weiteres Mal nutze er die guten Aufwinde für einen dritten Bundesliga-Schenkel nach Saarlouis. Der letzte Bundesligaschenkel war nur 18 km lang und führte erneut nach Nordosten, bevor er einen Westkurs zum Zielflugplatz Bruchsal im Rheintal einschlug. Seine Rundengeschwindigkeit im 2,5-stündigen Zeitfenster betrug hervorragende 100,0 km/h.

Am zweitschnellsten unterwegs war am Sonnabend Jochen Back mit seinem Bruder Holger als Co-Pilot. An diesem Tag luden gut entwickelte Cumuluswolken zu Flügen in Richtung Sauerland ein. Allerdings war die Optik besser als die letztendlich erzielte Reisegeschwindigkeit. Es war schwierig, das Steigen unter den Wolken zu finden. Außerdem mussten zwischen den Wolken große Felder mit starkem Sinken durchquert werden. 140 km vom Startflugplatz Nastätten entfernt wendeten sie die ASH25E  „Lima Mike“ mit 25,6 m Spannweite. Bei Hirzenhain war das Brüder-Team nur noch 300 m über Grund und somit wenige Minuten vor einer unfreiwilligen Landung entfernt. Zum Glück fand sich ein rettender Aufwind für den Rückflug über Montabaur nach Nastätten. Sie trugen mit einer Rundengeschwindigkeit von 79,2 km/h zur Vereinswertung bei.

Prof. Robert Göbel vervollständigte die Bundesliga-Mannschaft der 12. Runde mit einem Flug von Bad Sobernheim aus. Er wendete fast 200 km vom Startflugplatz entfernt am Nordende des Sauerlands. In seinem Ventus 2 „Uniform Two“ mit 15 m Spannweite erzielte er eine Rundengeschwindigkeit von 78,7 km/h.

In der 12. Runde belegte der Aero Club Nastätten den 19. Platz der 30 Erstligisten, so dass dem Konto nur zwei Punkte gutgeschrieben werden konnten. In der Tabelle büßte der Verein schmerzhafte vier Zähler ein und liegt jetzt auf dem 20. Tabellenplatz.

Text: Jens-Christian Henke

Runde 12