Sachsen-Start sichert 10 Punkte
 

Martin Fuhr und Torsten Besser in Klix Cargolifter Hallo

Photos: Aero-Team Klix, Torsten Besser

Ein einziger Flug über Sachsen erbringt den Erstligisten des Blauen Ländchens 10 Punkte

In der 2. Runde der 1. Segelflugbundesliga hatte wieder der Süden das Nachsehen. In Nastätten standen am Sonnabend nach stundenlangem Regen große Pfützen auf dem Flugplatzgelände. Der Sonntag war zwar regenfrei, doch konnten sich unter den tiefen, dichten Wolkenfeldern keine Aufwinde entwickeln.

Das Reglement erlaubt jedoch das „Auswärtsspiel“, also den Start von einem beliebigen Flugplatz in Deutschland. Aktuell nehmen der Taunussteiner Jochen Back, Torsten Besser und Werkstattleiter Martin Fuhr in der Nähe von Bautzen an dem „Klixer 21. Internationalen Segelflugwettbewerb“ teil. Aktuell liegt das Nastätter Team mit dem neuesten Vereinsrenner, einer DG-1001T mit 20 Metern Spannweite, in der Doppelsitzer-Klasse auf Platz 2.

Am Sonnabend war auch in Sachsen das Wetter zu schlecht für Wettbewerbsflüge. Am Sonntag waren die Bedingungen besser, das Wetterfenster aber so klein, dass drei von fünf Wettbewerbsklassen neutralisiert werden mussten. Darunter auch die Doppelsitzer-Klasse. Das ACN-Team konnte die Wettbewerbsleitung jedoch davon überzeugen, für die verbliebenen zwei Klassen einen Wetterflug zu machen. Das ermöglichte der ACN-Mannschaft aus Martin Fuhr und Torsten Besser mit der „Yankee Hotel“ vor allen anderen Teilnehmern zu starten, um die Wettbewerbsleitung mit aktuellen Wetter-Informationen zu versorgen.

Die Aufwinde waren aufgrund der dichten Schichtbewölkung anfangs sehr schwach und es musste sogar der Hilfsmotor kurz genutzt werden, um in das bessere Wetter im Nordwesten gleiten zu können. Dort verbesserte sich die maximal mögliche Flughöhe über Grund stetig von anfangs 700 m auf über 1.400 m, so dass ein Flug bis zur ehemaligen Cargolifter-Halle südlich von Berlin möglich war. Dort ist jetzt das „Tropical Island“ untergebracht, Europas größte tropische Urlaubswelt.

Am Ende des 2,5-stündigen Wertungsfensters waren die Piloten des Blauen Ländchens in den überwiegend mageren Wetterbedingungen mit einer Rundengeschwindigkeit von 61,8 km/h recht schnell unterwegs. Die anderen Erstligisten, die deutlich weiter im Norden und Westen zu ihren Flügen antraten, fanden hingegen sehr gute Aufwinde und erzielten bis zu 110 km/h. Außerdem wurde bei diesen daheim startenden Vereinen stets die maximale Anzahl von drei Flügen eingereicht, so dass der Punkteabstand zum ACN ungewöhnlich groß war.

Trotzdem blickte der AC Nastätten am Montagmorgen sehr zufrieden auf die Rundenauswertung im Internet. In der 2. Runde belegte der Verein zwar den letzten Platz, kassierte aber wertvolle 10 Punkte, weil von den 30 Erstligavereinen wetterbedingt nur 11 zum Start antreten konnten. In der Tabelle liegt der AC Nastätten jetzt auf einem hervorragenden 10. Platz. So gut ist der ACN noch nie in die Saison gestartet.

Text: Jens-Christian Henke

Runde 2