Guter Start für den ACN in die Bundesligasaison

Sat-Bild 20.04.2013 Deutschland 20.04.2013 Alpen 20.04.2013
Sat-Bild 21.04.2013 Deutschland 21.04.2013 Alpen 21.04.2013
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Die Erstligisten erkämpfen 9 Punkte unter schwierigen Bedingungen

Die Segelflugbundesliga startet in diesem Jahr so früh wie nie zuvor. Bereits am letzten Wochenende wurde die erste von insgesamt 19 Runden ausgetragen. Aufgrund des schlechten Wetters flogen nur 16 der 30 Erstliga-Vereine. Die Piloten des Blauen Ländchen waren mit dabei und erzielten den 12 Platz und 9 Punkte. Ein sehr erfreulicher Start in die Saison.

Das Wetter über Deutschland war an diesem Wochenende sehr inhomogen. Der Süden der Republik konnte am Samstag wegen fehlender Sonneneinstrahlung und Regen gar nicht fliegen, während der Norden über perfekte Segelflugbedingungen jubelte. Die Mitte lag zwischen diesen beiden Extremen. Wie vom Deutschen Wetterdienst vorhergesagt, schoben sich bereits zur Mittagszeit ganz gemächlich die abschirmenden hohen Wolkenfelder des Genua-Tiefs über den Flugplatz Nastätten. Wer aus der Winde Anschluss finden wollte, musste rechtzeitig vorher starten. Am Sonntag lag eine dicke Wolkendecke über dem Südwesten Deutschlands, so dass dort keine Streckenflüge möglich waren. Das erklärt, warum 14 der 30 Vereine weder am Sonnabend noch am Sonntag punkten konnten.

Nur drei Doppelsitzer-Teams gelang die „Flucht“ vor den Schatten der mittelhohen und hohen Wolkenschichten des Genua-Tiefs. Denn thermische Aufwinde benötigen viel Sonne, die den Boden aufheizt. Der Wind wehte in ca. 1000 Meter über Grund sehr lebhaft mit 35 km/h aus Nordost. Es war deshalb schwierig, den kräftigen Kern der Aufwinde zu finden und dort zu bleiben, um schnell Höhe zu gewinnen. Mit einer Rundengeschwindigkeit von 70,9 km/h am schnellsten unterwegs war das Team Martin Fuhr mit Thomas Eisenlohr, dem 1. Vorsitzenden des ACN, als Co-Pilot der ASH25Mi „Delta“ (26.0 m Spannweite). Sie segelten im 2,5 Stunden langen Bundesliga-Zeitfenster überwiegend über der Eifel. Das Wiesbadener Ehepaar Claudia Gallikowski und Jens-Christian Henke startete 1,5 Stunden später und fand erst über Lahnstein Anschluss an die Aufwinde. Ihr Flugweg führte in gerader Linie nach Nordwesten bis kurz vor Aachen. Der Rückflug gestaltete sich schwierig, weil unter den mittlerweile sehr dicken Wolkenschichten des Genua-Tiefs kaum noch Aufwinde zu finden waren. Das ausgedehnte Siedlungsgebiet von Neuwied hatte aber Wärme gespeichert, so dass sich doch noch ein schwacher Aufwind entwickeln konnte. Sie waren in ihrer eta „Kilo Lima“ (30.9 m Spannweite) durchschnittlich mit 65,3 km/h Rundengeschwindigkeit unterwegs. Der neue Vereins-Doppelsitzer vom Typ DG-1001T mit dem Wettbewerbskennzeichen „Yankee Hotel“ (20.0 m Spannweite) hatte seinen Einstand als Bundesliga-Segelflugzeug. Es wurde von Holger Back und dem ACN-Segelflugreferenten Peter Fabian geflogen. Die beiden punkteten ebenfalls über der Eifel und erzielten 55,0 km/h.

Der ACN freut sich, dass trotz der marginalen Wetterbedingungen die maximale Anzahl von drei Wertungsflügen für die 1. Bundesligarunde eingereicht werden konnte. Da das Rheintal an diesem Wochenende keine Streckenflüge zuließ, entschieden sich vier Piloten des SFG Giulini/Ludwigshafen zu einem „Auswärtsspiel“. Sie besuchten mit ihren Flugzeugen im Anhänger das Segelfluggelände „Mönchsheide“ südöstlich von Bad Neuenahr. Trotz des günstigeren Startplatzes waren sie deutlich langsamer unterwegs als die Piloten des Blauen Ländchens.

Text: Jens-Christian Henke

Runde 1